Knapp an den Punkten vorbei

Das erste Rennwochenende des GermanFLAVOURS Racing Teams war beim Debüt in der ADAC TCR Germany eines mit Höhen und Tiefen. Im über 40 Fahrzeuge starken Starterfeld schrammte Thomas Kramwinkel nur ganz knapp an seinen ersten Punkten vorbei. Auch Teamkollege Sven Markert war gut unterwegs.

Das Debüt hatte sich Thomas Kramwinkel sichtlich anders vorgestellt. Nachdem sein nagelneuer Audi RS3 LMS im Qualifying schwer in die Mangel genommen wurde, war für das komplette Team einiges an Arbeit angesagt. So gut wie möglich wurde der krumme Ingolstädter rechtzeitig zum ersten Rennen wieder geradegebogen. Von der 24. Startposition ging Kramwinkel aus ins Rennen, büßte aber gleich zu Beginn einige Plätze ein. In einem von vielen Gelb- und Safety-Car Phasen geprägten Rennen kämpfte sich der Audi-Pilot Runde um Runde nach vorne. Beim Fallen des schwarz-weiß karierten Tuchs stand immerhin der 24. Platz zu Buche. Motiviert ging es in den zweiten Heat am Sonntag und diesmal mischte der GermanFLAVOURS Pilot vor den 20 000 Zuschauern richtig gut mit. Die ersten Punkte waren in greifbarer Nähe, doch an Jason Wolfe im Golf GTI biss sich Kramwinkel am Ende die Zähne aus, zumal er sich noch ständiger Attacken von den dicht dahinter platzierten Piloten erwehren musste. Erschwerend kam hinzu, dass sich der Trainingsunfall mit zunehmender Renndauer negativ auf die Reifen und Fahrbarkeit auswirkte. Mit Rang 21 verpasste Kramwinkel seinen ersten Saisonpunkt denkbar knapp. Trotz des krummen Autos hat die Performance gezeigt, dass der Debütant ganz nahe dran ist.

Teamkollege Sven Markert wusste im Qualifying zu überzeugen. Der junge Berliner sicherte sich die Startplätze 18 und 17. Damit wäre Markert gleich bei seinem ersten Profirennen in den Punkterängen gewesen. Im Rennen konnte der 19jährige die Leistungen aus den Trainingseinheiten nicht ganz umsetzten. Der erste Durchgang war nach einer Berührung Ende Start und Ziel bereits nach elf Runden gelaufen. Bis dahin lag der GermanFLAOUVRS Racing Pilot klar auf Punktekurs. Beim Start zum zweiten Heat konnte Markert die gute Ausgangslage nicht nutzen und verlor einige Plätze. Kurz vor der Safety-Car Phase hatte der Youngster wieder einige Positionen gut gemacht, leistete sich aber nach der Safety-Car Phase einen Fehler. Markert fiel weit zurück, kämpfte sich aber noch auf die 29. Position nach vorne. Bei dem extrem homogenen Teilnehmerfeld eine durchaus beachtliche Leistung.

Für den nächsten Lauf der ADAC TCR Germany geht es für das GermanFLAVOURS Racing Team nach Österreich. In der Alpenrepublik wird vom 10.-11. Juni auf dem Red Bull Ring die zweite Veranstaltung ausgetragen.

Stimmen zum Rennen

Thomas Kramwinkel (24./21.)
„Im Qualifying konnte ich mich herantasten. Leider kam auf der ersten schnellen Runde die rote Flagge, bei meiner zweiten schnellen Runde wurde ich den Unfall verwickelt, als sich ein Fahrer vor mit gedreht hat. Für das erste Rennen haben unsere Mechaniker das Auto gerade fertigbekommen. Sie haben einen super Job gemacht. Ohne das Auto noch zu vermessen bin ich gestartet, habe gleich acht, neun Plätze eingebüßt. Konnte mich aber wieder vorkämpfen und steckte mitten in einem Pulk fest. Für das zweite Rennen haben wir uns viel vorgenommen. Der Start lief besser und ich konnte den Speed gut mitgehen. Mitte des Rennens brach die Performance als Folge des Unfalls ein und ich hatte ein tolles Duell mit Ronny Jost. Insgesamt sind wir mit dem ersten Rennen in diesem hochprofessionellen Starterfeld zufrieden.“

Sven Markert (35./29.)
Das Wochenende war ein sehr lehrreiches. Im ersten Rennen lag ich schon auf Punktekurs, bis ich einen Schlag auf den Kühler bekam und somit das Rennen vorzeitig aufgeben musste. Der Start des zweiten Rennens kostete mich viele Positionen, doch ich kämpfte mich bis zu einem Fehler nach der Safety-car Phase wieder in Richtung Punkte zurück. Dennoch haben wir gezeigt, dass die Pace für die Top20 und somit für die Punkteränge reicht. Ich bin dem gesamten Team sehr dankbar für die tolle Zusammenarbeit und Unterstützung, das Auto wieder ready to race hinzubekommen. Dazu gehören natürlich auch unser Ingenieur und Fahrercoach, die mir helfen meine Performance zu steigern.“